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Ideologieforschung

Der Bereich Ideologieforschung besteht – wie die beiden anderen Bereiche – aus einem wissenschaftlichen und einem studentischen Forum.

Das wissenschaftliche Forum Ideologieforschung hat zwei Funktionen: Zum einen gibt es Ideologieforschern aller Art Gelegenheit, Beiträge zu veröffentlichen, zum anderen dient es als Publikationsorgan einer im Aufbau befindlichen Gruppe von Wissenschaftlern, die dem von Peter Tepe entwickelten Konzept der komplexen Ideologieforschung folgt, das im Sinne divergierender theoretischer Ansätze ausgestaltet werden kann. Dieses neue Organisationsmodell unterscheidet mehrere Arbeitsfelder – vor allem die erkenntniskritische und die weltanschauungsanalytische Ideologieforschung sowie die Erforschung soziopolitischer Programme –, denen jeweils ein spezifischer Ideologiebegriff zugeordnet ist. Damit verabschiedet sich die komplexe Ideologieforschung von der Suche nach dem einen wahren Ideologiebegriff, der dem Wesen der Ideologie entsprechen soll. Die vorliegenden Ideologietheorien haben es nicht, wie vielfach angenommen wird, alle mit denselben Gegenständen zu tun, und sie behandeln nicht dieselben Fragen – das Ideologieproblem gibt es nicht. Daher ist auch gegenüber der undifferenzierten Rede von Entideologisierung bzw. vom Ende der Ideologie Vorsicht geboten. Angestrebt wird die Kooperation zwischen Wissenschaftlern, welche die Arbeitsfelddifferenzierung berücksichtigen und mehrere bereichsspezifische Ideologiebegriffe verwenden. Innerhalb eines bestimmten Arbeitsfelds befinden sich die Theorien dann allerdings in einem Konkurrenzverhältnis.
Es ist zu erwarten, dass die einzelnen Ausformungen der komplexen Ideologieforschung eigene Akzente setzen und dabei auch andere Varianten kritisieren. Das wissenschaftliche Forum ist ein Ort, an dem erstens solche Konflikte ausgetragen werden und zweitens Gegner der komplexen (und dann speziell auch der kognitiven) Ideologieforschung ihre Einwände vorbringen können, die dann eine Replik erfahren.

Im studentischen Forum Ideologieforschung werden niveauvolle Arbeiten von Studierenden einerseits zur Ideologieforschung aller Art veröffentlicht, andererseits speziell Texte, die entweder dem Ansatz der komplexen Ideologieforschung verpflichtet sind oder Kritik an ihm üben. Reicht ein Gruppenmitglied oder ein Vertreter einer konkurrierenden Ideologietheorie eine als sehr gut bewertete studentische Arbeit dieser Art ein, so wird diese in jedem Fall publiziert. Darüber hinaus können Studierende aller Universitäten aus der ganzen Welt der Redaktion thematisch passende Arbeiten in englischer oder deutscher Sprache zukommen lassen, die dann von ihr geprüft werden.
Die seit 2005 im Mythos-Magazin veröffentlichten studentischen Arbeiten zur Ideologieforschung sind bis auf wenige Ausnahmen der von Tepe entwickelten Ideologietheorie – und hier insbesondere der Feindbildtheorie – verpflichtet. Da er jedoch nach dem Ende seiner Dienstzeit im Dezember 2013 nicht mehr im Bachelor- und Masterstudiengang tätig sein wird, entfallen dann weitere von ihm betreute studentische Beiträge. Eventuell führen aber andere Dozenten diese Linie fort.

Sowohl im wissenschaftlichen als auch im studentischen Forum Ideologieforschung soll dem Thema Fundamentalismus dauerhaft ein zentraler Stellenwert zukommen.


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